Urnesa AG - Grösste Urnenkollektion der Schweiz

Urnen

...von Ton und anderen Materialien

Im 19. Jahrhundert hat sich die Einäscherung vor allem in den schnell wachsenden Städten zu einer Bestattungsform entwickelt, die heute in der ganzen Schweiz verbreitet ist.

«Flamme, löse das Vergängliche auf - Befreit ist das Unsterbliche.» Der in Stein gemeisselte Satz prangt noch immer über dem Portikus des einstigen Krematoriums Sihlfeld in Zürich, das im Volksmund weiterhin so heisst, obwohl der technische Teil 1991 stillgelegt worden ist und das monumentale Bauwerk nur noch als Abdankungshalle dient.

Ein Häufchen Asche ist alles, was nach der Kremation eines Verstorbenen übrig bleibt. Die moderne Einäscherungstechnik bewirkt eine schnelle und saubere Auflösung des toten Körpers in glühend heisser Luft. Die Zahl der Kremationen ist im Vergleich zu den Erdbestattungen in den letzten Jahren ständig gestiegen, in der Stadt Zürich zum Beispiel sind heute etwa vier Fünftel der Bestattungen Kremationen. Das war nicht immer so. Die Feuerbestattung war - ausser bei Seuchen und Kriegen - im christlichen Abendland bis ins 19. Jahrhundert weitgehend verpönt gewesen.

Zwar haben die Menschen schon in der Steinzeit ihre Toten dem Feuer übergeben, was zahlreiche Gräberfunde belegen. Auch in der Antike wurde die Feuerbestattung praktiziert. Bei den Römern entwickelte sie sich zu einem Brauch, der Würdenträgern und vornehmen freien Bürgern vorbehalten war. Da die ersten Christen meist aus den ärmeren Bevölkerungsschichten stammten, war für sie die Beerdigung die übliche Form der Bestattung. Sie nahm mit der fortschreitenden Christianisierung immer mehr überhand. Im Jahre 785 erklärte Karl der Grosse die Beerdigung zur alleinigen christlichen Bestattungsart und schuf Friedhöfe als einzig erlaubte Beerdigungsorte. Die Feuerbestattung, damals nur als offene Verbrennung auf dem Scheiterhaufen bekannt, war durch die Ketzerverbrennungen im Mittelalter vollends in Verruf geraten.

 

Säkularisierung, Industrialisierung und Technisierung führten zu einem pragmatischeren Umgang mit dem Tod. 1873 wurde auf der Wiener Weltausstellung der erste neuzeitliche Einäscherungsapparat vorgestellt, ein Jahr später in Dresden die erste moderne Kremation durchgeführt. Vor allem in den schnell wachsenden Städten fand die Idee der Feuerbestattung immer mehr Anhänger, zum Verdruss von kirchlichen konservativen Kreisen. Auch in Zürich kam es 1874 zur Gründung eines Feuerbestattungs-Vereins. Hygienische, ästhetische und ökonomische Gründe wurden ins Feld geführt, um die öffentliche Meinung zugunsten dieser Bestattungsform zu beeinflussen.

Für die materiellen Überreste eines Menschen ist die Urne - ähnlich wie der Sarg bei der Erdbestattung - die letzte Hülle. Urnen können je nach Wunsch der Verstorbenen und ihrer Angehörigen auf verschiedene Arten beigesetzt werden, etwa in einer Urnennische, einem Urnengrab oder immer häufiger auch im anonymen Rasengrab. Die private Aufbewahrung oder das Ausstreuen der Asche ausserhalb des Friedhofes sind inzwischen möglich, gar nicht zu reden von den neuen Orten der Trauer, die sich mit virtuellen Gedenkseiten im Internet auftun. Urnen sind in unterschiedlichen Materialien und Ausführungen erhältlich, von künstlerisch gestalteten Einzelanfertigungen bis zu Serienprodukten reicht die Palette. Am gebräuchlichsten sind Metall- und Tonurnen, daneben gibt es auch Urnen aus Holz, Marmor oder Kunststoff.

Tierurnen gehören ebenfalls zu unserem Angebot. In der Schweiz besorgen mehrere Tierkrematorien die professionelle Einäscherung von Vierbeinern. Im Jahre 2001 wurde in Münchenbuchsee der erste Urnenfriedhof für Tiere eröffnet.


Bitte beachten Sie nachfolgende Informationen zur Vergänglichkeit der veschiedenen Materialien:

 

...Info zu den Materialien

Bei Urnen ist speziell darauf zu achten, ob eine vergängliche oder unvergängliche Urne gewünscht wird. Je nachdem ob die Urne in einer Urnen-Nische, einem Urnengrab oder zu Hause aufgestellt werden soll, müssen die Eigenschaften der Materialien berücksichtigt werden:

Als VERGÄNGLICH gilt:

- Stahl
- Cestal (Stahl satiniert)
- Cupat (Stahl mit Kupferoberfläche)
- Holz
- Ton (unter 900°C gebrannt)
- Bio-Urnen (Arboform - biologisch abbaubar)


Als UNVERGÄNGLICH gilt:

- Aluminium
- Kupfer
- Bronze
- Messing
- Marmor/ Stein

Bitte beachten Sie, das auch für Urnen-Nischen nur unvergängliche Urnen berücksichtigt werden sollten. Eine wirklich hermetisch verschlossene Nische gibt es leider nicht.